Geschichte
Auf den untenstehenden Tabs findest Du die Geschichte unseres Vereins in zeitliche Abschnitte unterteilt. Diese wird in der nächsten Zeit überarbeitet und um die fehlenden Zeitabschnitte erweitert.

Gründerzeit

Gründerzeit

Im Mai 1919 fand sich eine Anzahl junger Männer aus der damals noch selbständigen Gemeinde Leithe zusammen. Sie gründeten einen Fußballverein und gaben ihm den Namen 'Spiel und Sport'. Aller Anfang ist schwer, das mussten auch die Gründer erfahren. Ein Gründungskapital war nicht vorhanden, die Mitgliedsbeiträge der etwa 30 Mitglieder reichten nicht aus, um Ballmaterial, Sportkleidung und Sonstiges zu beschaffen. Die Idealisten trugen die Kosten, d. h. sie kauften sich von eigenem Geld die Sachen, die sie benötigten und begannen, einen Spielbetrieb mit vorerst einer Mannschaft aufzuziehen. Gleich im ersten Spiel gegen den damaligen B.V. Wattenscheid - übrigens auch eine Neugründung - trug man eine hohe Packung mit nach Hause. Doch man ließ sich nicht verdrießen.

Bei weiteren Vereinen, bei denen man zu Gast weilte - einen eigenen Platz besaß der Verein zu der Zeit nicht - spielte man mit wechselndem Erfolg. Immer mehr junge Leute fanden Gefallen am Spiel. Eine zweite Mannschaft wurde aufgestellt. Die Vorstandsleitung bemühte sich verstärkt um einen eigenen Platz, denn auf Dauer war dieser Zustand nicht haltbar. Nicht nur, dass man immer draußen spielte, man hatte ja auch keine Trainingsmöglichkeiten. Die damalige Gemeindevertretung nahm den Sport nicht ernst. Ein Teil der alten Herren bezeichnete Sport als Faxerei. Das soll kein Vorwurf sein, aber vor 75 Jahren war es halt so.

Erst ein Jahr später ließen sich die Einsichtigen davon überzeugen, wie notwendig ein Sportplatz war. Die Gemeindeverwaltung pachtete von der Zechenverwaltung Rheinelbe das Gelände am Gasometer und stellte es dem Verein zur Verfügung. Nun hatte der Verein eine sportliche Heimstätte, doch es kostete auch manchen Tropfen Schweiß, ehe der Platz bespielbar war. Die Vereinsleitung suchte nun um Aufnahme in den damaligen 'Westdeutschen Spielverband' nach. Aber die Verantwortlichen Männer im 'W.S.V.' dachten noch zu konservativ, sie glaubten, dass die Existenz ihrer alten Vereine durch Aufnahme neuer Vereine bedroht sei, und lehnten ab. Auch ein Fehlschuss, wie es die Entwicklung im Fußballsport gezeigt hat.

Man spielte vorerst wild weiter - denn alle nicht im 'W.S.V.' aufgenommenen Vereine wurden als 'wilde Vereine' bezeichnet. Die von den sogenannten wilden Vereinen aufgezogenen Sportfeste und Turniere wurden gut besucht. Man betätigte sich sportlich und errang manchmal recht pompöse Titel. So wurde die 1. Mannschaft einmal auf einem Fußballturnier in Bochum-Querenburg Meister von Rheinland und Westfalen. Auch in der Leichtathletik, die auf diesen Sportfesten zum Zuge kam, wurden einige Erfolge erzielt. Im Spätsommer des Jahres 1920 trafen sich die Delegierten der unorganisierten Vereine, etwa 130 an der Zahl, auf einer Tagung und hoben den Emschertaler Spielverband aus der Taufe. Nun wurden auch die Männer im 'W.S.V.' hellhörig, gaben den Aufnahmegesuchen der Vereine statt und verhinderten damit, dass der neue Verband zum Zuge kam. Der Verein kam nun in die Obhut des 'W.S.V.' zu einem geregelten Spielbetrieb, wurde der Gelsenkirchener Gruppe zugeteilt und trug in der Spielsaison 1921/1922 erstmalig Meisterschaftsspiele aus. Man sicherte sich einen guten Mittelfeldplatz in der Tabelle. In dem folgenden Jahr kam man nicht recht vorwärts; die Inflation, die ihrem Höhepunkt entgegenging, hemmte auch den sportlichen Gedanken und das Ideengut. Die Zahl der Vereinsmitglieder war auf ein kleines Häuflein zusammengeschmolzen, doch hielt diese kleine Anzahl treu und zäh an den sportlichen Zielen und Ideen fest und bewahrte den Verein vor dem völligen Zerfall.
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